Liebe Eltern und andere Besucher unserer Homepage,

wenn Sie Frage haben, beantworten wir diese hier gern. Senden Sie Ihre Fragen an Sek@montessorischule.jena.de und Sie erhalten umgehend eine Antwort.

Sind Sie eine staatliche Schule oder eine private Schule? Wie hoch ist das Schulgeld?

Wir sind eine staatliche Schule und erheben kein Schulgeld. Die Mitgliedschaft im Förderverein Montessori Jena e.V. ist erwünscht.

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Ist Montessori-Pädagogik „Kuschelpädagogik“? Wird da richtig nach Lehrplänen gearbeitet und gelernt?

Als staatliche Schule gelten für uns die staatlichen Lehrpläne. Wir bieten die Abschlüsse der allgemeinbildenden Schulen: nach der 9. Klasse Hauptschul- oder Qualifizierender Hauptschulabschluss; nach der 10. Klasse Realschulabschluss, ab dem Schuljahr 2013/14 auch das Abitur. Die Jugendlichen können in den nächsten 4 Schuljahren das Abitur ausschließlich nach 3 Jahren ablegen, danach sind beide Möglichkeiten offen: Abitur nach 2 oder 3 Jahren.

Wir nehmen an den Kompetenztest in den Klassenstufen 6 und 8 teil. Sie sind Gegenstand der Auswertungen in den Fachkonferenzen.

Als „Eigenverantwortliche Schule“ reflektieren wir unsere pädagogische Arbeit regelmäßig. Ein externes Expertenteam evaluiert alle vier Jahre unsere Arbeit und verfasst einen Schulbericht.

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Ein Schwerpunkt in Montessori Schulen ist die Freie Arbeit. Da entscheiden die Kinder selbst, was sie machen, wie und mit wem sie arbeiten. Lernen die Kinder da systematisch?

Die Freie Wahl der Arbeit (Freiarbeit) ist ein Baustein der Montessori Pädagogik. Sie ist eingebettet und steht im Zusammenhang mit den anderen Bausteinen der Montessori Pädagogik (siehe Übersicht „Rosa Turm“). Die Lehrkräfte bereiten die Lernumgebung vor (Vorbereitete Umgebung), stellen die entsprechenden Entwicklungsmaterialien her bzw. zusammen und formulieren entsprechende Aufgabenstellungen. Der Kompetenzerwerb sowohl in den Kindertagesstätten als auch in der Grundschule bildet eine stabile Grundlage für die Arbeit in der weiterführenden Schule. Hier nutzen die Kinder u.a. ihr erworbenes Methodenrepertoire, um in der „Freien Arbeit“ erfolgreich zu arbeiten.

Flankierend erwerben sie weitere Kompetenzen (Methodenlehrplan, schulinterner Lehrplan), um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

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Schaffen Quereinsteiger den Anschluss an die Montessori Pädagogik?

In Jena arbeiten alle Grundschulen mit offenen Unterrichtsmethoden. Wir können keine gravierenden Unterschiede feststellen. Der Vorteil der Kinder, die von Montessori- Einrichtungen kommen, besteht darin, dass sie die Montessori Materialien bereits kennen. Ansonsten haben Quereinsteiger i.d.R. innerhalb eines Vierteljahres die Umstellung geschafft.

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Gibt es an der Schule Hausaufgaben?

Es gibt täglich die Aufgabe, die Unterlagen zu ordnen, sich die Niederschriften in den Heftern anzuschauen, Vokabeln und Jahreszahlen zu lernen etc.

Zudem gibt es die Möglichkeit, innerhalb der Schulwoche in der Studienzeit (wöchentlich 2-4 Stunden je Klassenstufe) nicht vollendete Aufgaben fertigzustellen oder zusätzliche Übungsaufgaben zu lösen. Hausaufgaben von einem Tag zum anderen fallen so in der Regel nicht an.

Grundschulkinder erhalten über einen Zeitraum von 1 oder 2 Wochen einen Aufgabenplan, der selbständig und vorwiegend während der Hortzeit bewältigt werden sollte.

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Reformpädagogische Schulen haben in der Regel einen höheren Anteil an musisch-künstlerischer Profilierung: die Schüler/innen können gut reden, singen und tanzen. Wie sieht es mit dem naturwissenschaftlichen Unterricht aus? Können sie auch rechnen und abstrakte Aufgabenstellungen lösen?

Tatsächlich war dies auch eine Beobachtung, die wir bei einigen Schulbesuchen machten. Besonders die Fachlehrer der naturwissenschaftlichen Fächer (Bio, Che, Phy, Geo) waren skeptisch und wollten den naturwissenschaftlichen Bereich profilieren. So entstand ein Konzept, das fächerverbindende Schwerpunkte setzt und durch drei naturwissenschaftliche Fachkabinette gestützt wird. Es gibt ein Labor sowie zwei Fachkabinette mit entsprechender sächlicher Ausstattung.

Die Bausteine der Montessori-Pädagogik mit „Vorbereiteter Umgebung“, „Entwicklungsmaterialien“, „Freie Wahl der Arbeit“ und „Individueller Lernweg“ finden auch in diesem Fachgebiet ihre Anwendung.

Die sogenannten „Forscherkisten“ gewährleisten ein entdeckendes, forschendes Lernen in diesen Bereichen.

Mittlerweile sind die naturwissenschaftlichen Fächer  federführend in der Begabungs- und Begabtenförderung. Von der Chemischen Industrie gibt es regelmäßig finanzielle Unterstützung zur Anschaffung neuer Experimentiertechnik.

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Wie sind die Chancen auf dem Lehrstellenmarkt?

In den letzten  Jahren haben alle Schüler/innen einen Ausbildungsplatz erhalten.

Ca. 30% der Abgänger sind auf eine Schule mit gymnasialer Oberstufe bzw. auf das Wirtschaftsgymnasium gewechselt.

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Wie reagieren die Betriebe auf Zeugnisse der Montessori Schule?

Unterschiedlich. Mittelständische und Handwerksbetriebe mit DDR-Erfahrungen kennen diese Schulform nicht. Sie haben Vorbehalte. Personalchefs aus westlichen Bundesländern ist die Montessori Pädagogik nicht unbekannt. Die persönlichen Erfahrungen mit Absolventen sind allerdings unterschiedlich.

Zunehmend erkundigen sich Ausbildungsverantwortliche selbst bei uns über die Abschlüsse.

Zudem absolvieren Schüler/innen unserer Schule jährlich Praktika in Berufsfeldern und Betrieben (Klasse 7: Sozialpraktikum, Praktikum in 6 Berufsfeldern; Klasse 8: Praktikum in 3 Berufsfeldern; Klasse 9: Sozialpraktikum, Betriebspraktikum). Die Rückmeldungen von den Praktikumsbetreuern sind überwiegend lobend in Bezug auf die Leistungen, die Motivation und das Sozialverhalten.

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Häufig gestellte Fragen von Eltern der Grundschule:

Wie sieht es mit der Hortbetreuung aus?

Die Klassenstufen 1-4 werden durch die Horterzieher ganztägig betreut. Hierfür bezahlen die Eltern den üblichen, gesetzlich festgelegten Elternbeitrag.

Die Klassenstufen 5-10 werden innerhalb der Ganztagsschule ganztägig betreut. Montags, dienstags und donnerstags dauert der Schultag bis 15.45 Uhr. Mittwochs und freitags endet der Unterricht 14.00 Uhr. Hier können Kinder und Jugendliche auf Antrag der Eltern die Schule ab 14.00 Uhr verlassen.

Die Finanzierung der ganztägigen Betreuung erfolgt u.a. durch Mittel der Schulbezogenen Jugendarbeit.

Die Hortbetreuung ist ein Arbeitsschwerpunkt, vor dem alle neuen Gemeinschaftsschulen stehen werden. Hier wird es Arbeitsgruppen mit der Kommune geben.

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Werden die GS-Lehrer noch weiter, also bis zur Mittelstufe, also Klasse 6 unterrichten?

Wenn Grundschullehrer es wünschen bzw. entsprechend ausgebildet sind, können sie in den Klassenstufen 5 und 6 unterrichten.

Neu ausgebildete Grundschullehrer dürfen in ihren Ausbildungsfächern z.T. auch bis Klasse 8 unterrichten, vereinzelte auch bis Klasse 10.

Als Idee steht, dass sich in dem Bereich 4/5/6 jeweils Tandems bilden, die aus je einem Grundschul- und einem Regelschullehrer bestehen.

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Werden die Zensuren abgeschafft?

Grundsätzlich: In einer modernen, kindgerechten Schule sind Ziffernnoten entbehrlich.

Sie erhalten erst ab Klassenstufe 9 einen für die Berufsausbildung vergleichenden Ausgangswert..

In der neuen Schulordnung ist es Gemeinschaftsschulen selbst überlassen, Ziffernnoten zu erteilen oder vollständig darauf zu verzichten. Die Entscheidung hierüber trifft die Schulkonferenz.

Für unsere Schule gilt aktuell, dass wir ab Klasse 3 Ziffernnoten erteilen, diese aber ergänzen durch unterschiedliche verbale Einschätzungen zur Lernentwicklung.

Wir beginnen ab dem Schuljahr 2012/13 im Grundschulbereich Ziffernnoten  zu ersetzen. Im Fach Kunsterziehung werden alle Schüler der Klassenstufe 3 keine Zensuren, sondern eine verbale Einschätzung auf dem Zeugnis erhalten.

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